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Bist Du als Mama burnout-gefährdet?

Veröffentlicht von Michaela Nikl am Nov 30. 2017
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Ich bin erst mit 37 Jahren Mama geworden, weil ich es wollte und mich vorher noch nicht so richtig dazu berufen fühlte. Einen Vorteil hat es, wir „Spätgebärende“ bringen schon viel Erfahrung, vielleicht sogar mehr Gelassenheit und vor allem viele Ideen, wie es „richtig“ geht, mit. Was uns wahrscheinlich fehlt ist der jugendliche Leichtsinn und mit Sicherheit den permanenten Schlafmangel locker wegzustecken, zumindest war es bei mir so. Ist frau dann auch noch berufstätig oder wie in meinem Fall selbstständig, dann kann ein Kind eine ziemliche Herausforderung sein. So hatte ich es mir jedenfalls nicht vorgestellt und ich merkte, dass es immer wieder Phasen gab, wo ich wirklich erschöpft war.

 

2014 hatte ich bereits Schlafstörungen, immer wieder leichte Panikattacken, konnte nicht mal mehr richtig durchatmen und das wirkte sich logischerweise auch auf die Beziehung zu meinem Kind aus. Zu einer beruflichen Flaute kam noch eine Trennung und ich fühlte mich oft, wie wenn ich in der Früh lieber liegen bleiben wollte.

Als Lebensberaterin hatte ich mich in meiner Ausbildung auch mit dem Thema Burnout auseinander gesetzt und wusste, dass ich in der 12-phasigen Einteilung bereits gut bei der Hälfte angelangt war. Der erste wichtige Schritt war, es mir selbst einzugestehen, dass ich Hilfe brauchte und dass es so nicht weitergehen konnte. Ich redete mit meinem Arzt und merkte, wie gut es tat, endlich ehrlich zu sein.

Er war auf Grund meiner Symptome sofort bereit, mir eine Reha anzuordnen. Interessanterweise war kurz darauf der erste Druck weg und es ging mir wesentlich besser, also schien es wichtig zu sein, über meine Probleme zu reden. Sofort suchte ich mir eine Supervisorin, mit der ich an meinen Themen seither arbeite und setzte mich mit der Reha auseinander.

Dabei wurde mir klar, dass ich ein 6-wöchiges Programm nicht vereinbaren konnte, mein Kind geht noch in die Volksschule und auch wenn ich auf meine Eltern zählen kann, ist es doch viel zu lange.

So überlegte ich, was eine Alternative wäre. Interessanterweise gab mir mein Körper wieder den richtigen Impuls. Heuer im Frühjahr bekam ich immer wieder Hüftschmerzen, meine Halswirbelsäule stach und im Sommer hatte ich so arge Verspannungen, dass ich sogar Spritzenbehandlungen in Erwägung zog. Wer mich kennt, weiß, dass ich Schulmedizin nur in Akutfällen annehmen kann, sonst aber lieber mit Alternativmethoden meine Selbstheilungskräfte aktiviere.

Zuvor hatte ich Röntgenbilder machen lassen, die Abnützungserscheinungen in der Halswirbelsäule bestätigten. Ich hatte mir Physiotherapie verschreiben lassen, Haltungstraining selbst finanziert und letztlich brachte Akupunktur den gewünschten Erfolg. Aber ich spürte, dass mein Körper nur der Spiegel zu dem war, wie es mir psychisch ging, ich brauchte ganz einfach eine Auszeit. Beruflich hatte sich heuer einiges zum Guten verändert, ich bin eine sehr erfolgreiche Kooperation mit einer lieben Kollegin eingegangen, hatte eine florierende Praxisgemeinschaft aufgebaut und meine Coachings verkaufen sich seither ebenfalls erstaunlich gut. Die vielen Termine hatten aber auch ihren Preis und das merkte ich besonders im Sommer, wie ausgepowert ich war.

Ich konnte meinem Arzt glaubhaft versichern, dass eine Kur das Richtige für mich wäre und dann ging auch alles ganz schnell. Ein Verwandter empfahl mir den Kurort Bad Zell, mit einem Wirbelsäulen- und Rheumaschwerpunkt, ein kleines feines familiäres Hotel, mit tollen meist ganzheitlichen Therapeuten und einem großartigem Angebot, für alle, die sich wirklich auch mit sich selbst auseinander setzen wollen.

Was soll ich sagen – ich bin so etwas von entspannt zurück gekommen, hab die 3 Wochen nur für mich sehr genossen, konnte vieles bearbeiten, hab einiges losgelassen, viele tolle Gespräche geführt, Qi Gong gelernt, das mir seither jeden Morgen einen Energieschub beschert. Aber was das Wichtigste ist, ich kann wieder atmen, bis in den Bauch hinein, meine Lungenfunktion hat sich wesentlich verbessert und meine Herzfrequenz verzeichnet eine Traumkurve.  

Viele werden jetzt sagen, ja aber das kann ich nicht, ich kann mein Kind oder meine Kinder nicht so lange alleine lassen. Dann empfehle ich ein verlängertes Wochenende und immer wieder Auszeit für Dich. Ich mag nicht viele Werbeslogans, aber der hier ist passend: Weil ich es mir wert bin!

 

Liebe Mamas (denn ihr seid besonders gefährdet): Es nützt euren Kindern nichts, wenn ihr ausgebrannt seid, euch selbst nicht wichtig nehmt und nur mehr funktioniert.

 


Mach hier kurz den Test, wie burnout-gefährdet Du bist ....

 


 

Wenn ich in meiner vollen Kraft bin, kann ich für mein Kind mehr da sein, es unterstützen und mit ihm eine schöne Zeit verbringen. Daher sollte ich ihm zu Liebe auf mich schauen, dass es mir gut geht, dass ich ausgeglichen, glücklich und zufrieden bin, denn das gebe ich der nächsten Generation weiter. Ich kann Qualitätszeit mit meinen Kindern verbringen, ich vermittle ihnen, dass ich auch auf mich schaue, statt mich nur aufzuopfern. Geht es uns Eltern gut, dann geht es auch unseren Kindern gut.

 

Und überlege Dir, was Du Deinem Kind für die Zukunft mitgeben willst, in einem Hamsterrad zu laufen, oder auf Dein Herz und Deinen Körper zu hören, was sie Dir sagen wollen? Dazu ist es notwendig zur Ruhe zu kommen, still zu werden und in sich hinein zu hören. Wann nimmst Du Dir Deine Zeit?

 

Schreib mir doch gerne, was Du für Deinen Ausgleich machst, wobei entspannst Du Dich regelmäßig?

office@lebenszeichen.biz

Zuletzt geändert am: Nov 30. 2017 um 11:03 PM

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