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Mama, ich hab Angst!

Veröffentlicht von Michaela Nikl am Sep 09. 2015
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Haben Sie einen schönen Sommer verbracht? Geht es vielleicht sogar gut erholt in eine neues Kindergarten- oder Schuljahr? Ich erlebe es gerade bei meinem Sohn, der nun endlich in die Volksschule startet. Einerseits freut er sich sehr, dass er den Kindergarten hinter sich gelassen hat, aber Schule ist doch noch etwas Unbekanntes, das auch manchmal Angst macht. Gerade hat er mich nochmal ans Bett geholt und mich gefragt, was ich in meiner Schulzeit am liebsten hatte.

Neue Lebenssituationen können auch auf Kinder mehr oder weniger bedeutende Auswirkungen haben, aber oft interpretieren wir unsere eigene Angst oder Erfahrung in die Situation des Kindes hinein.

Ich habe meinen Sohn für die Mehrstufenklasse angemeldet, weil ich geglaubt habe, dass es genau das Richtige für ihn ist. Als dann die Absage kam und er noch zusätzlich nicht mit seinen Kindergartenfreunden in eine Klasse kam, standen mir die Tränen in den Augen, ebenso, weil ich aus beruflichen Gründen nicht am ersten Schultag dabei sein kann. Beide Male habe ich mich gefragt: „Wer hat jetzt das Problem?“. Hat es tatsächlich Christoph oder hätte es ich als kleines Mädchen gehabt, wenn ich ganz alleine in eine Klasse, wo ich niemand kenne, angefangen hätte? Hätte ich gerne meine Mama dabei gehabt? In beiden Fällen musste ich zugeben, dass mein Sohn innerhalb weniger Minuten mit Kindern in Kontakt kommt und er sich riesig freut, dass jetzt sein Papa mit ihm am ersten Schultag dabei ist. Somit ist alles gut, wenn ich nicht meine Ängste auf mein Kind projiziere und nicht über Dinge rede, die vielleicht nie eintreten. So habe ich ihm erklärt, dass es super ist, dass er ganz neue Freunde kennen lernen kann, so wie auf den letzten Veranstaltungen, bei denen er nach kurzer Zeit Anschluss gefunden hat und die Freunde, die er bisher kannte, sieht er in der Pause und in der Nachmittagsbetreuung.

Ich habe erkannt, dass Christoph ganz andere Charaktereigenschaften hat. Er fürchtet sich vor nichts. Er geht mit seinem Papa paragleiten und klettern, fährt seit er 2 Jahre alt ist halsbrecherisch mit dem Fahrrad bzw. damals noch mit dem Laufrad, fühlt sich im Wasser zu Hause und hat heute bei der Zeckenimpfung zugeschaut und behauptet, dass es gar nicht weh tut. Ich war allerdings ein Kind, das sehr ängstlich war, mit neuen Situationen erst einmal „warm werden“ und die man eher zwingen musste, als dass ich freiwillig etwas Neues ausprobiert hätte.

Zum Glück habe ich mich auch in den letzten Jahren verändert, viele Ängste abgebaut und so auch erkannt, dass mein Sohn seine eigene Angst entwickeln darf, falls er sie wirklich braucht. Seine Ängste sind subtiler, er ist in den letzten Tagen noch aufgeweckter, kann kaum ruhig sitzen und wirkt rastlos. Erst als meine Großmutter heute gesagt hat: „Er wird wegen der Schule schon aufgeregt sein!“, fiel mir der Zusammenhang auf und wir haben heute Abend im Bett noch einmal ausführlich gekuschelt und über die schönen Seiten meiner eigenen Schulzeit geredet, das hat ihn dann beruhigt einschlafen lassen.

 

Wobei braucht Ihr Kind eine starke Schulter zum Anlehnen, worüber zerbricht es sich den Kopf? Womit helfen Sie, wenn es unsicher oder ängstlich ist und kennen Sie Ihre eigenen Ängste?

Schreiben Sie mir: office@lebenszeichen.biz

 

Zuletzt geändert am: Nov 13. 2015 um 3:40 PM

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