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Mit dieser Methode garantiert mehr Friede unter dem Christbaum

Veröffentlicht von Michaela Nikl am Dez 12. 2016
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Oh ja, ich kenne sie zu gut diese Trotzanfälle, ich habe da ein besonders impulsives emotionales Kind zu Hause. Auch wenn er mit seinen fast 8 Jahren bereits aus dem Gröbsten heraus ist, denke ich noch mit Schaudern an die Jahre davor zurück. Die Trotzphase meines Sohnes dauerte eine gefühlte Ewigkeit, begonnen so mit 2,5 – 3 Jahren, hat sie erst kurz vor dem Schulbeginn geendet. Wutausbrüche besonders in Kombination mit Hunger, Müdigkeit oder Gereiztheit der Mutter waren sehr heftig. An einen erinnere ich mich besonders. Das Beste aller Kinder hatte die Nacht davor bei den lieben Großeltern verbracht und wurde am Vormittag zu Hause wieder abgeliefert, samt Fahrrad und sonstigem Gepäck. Die Oma geleitete den Buben über die am Feiertag etwas weniger befahrene Hauptstraße, mir wurde Fahrrad und Gepäck übertragen. Christoph ging schon sehr unwillig über die Straße und bekam kurz vor der Haustür einen richtigen Schreikrampf, denn er hätte lieber ohne Hilfe über die Straße gehen wollen, was im Alter von unter 5 Jahren, leider noch nicht angedacht war. Mit Ach und Weh bekam ich das tobende Kleinkind ins Stiegenhaus hinein, nachdem sich die Oma schon verabschiedet hatte, was angesichts des Fahrrads und der Taschen nicht so leicht war und ich wusste mir auch nicht anders zu helfen, als dass ich die Tür, die auf die Straße führte, rasch zusperrte, Fahrrad und Sackerln im Stiegenhaus liegen ließ und das Kind in den Aufzug beförderte. Versuchen Sie das mal mit einem nach alle Richtungen strampelnden Halbstarken. Ich weiß nicht, wie ich die Wohnungstür aufsperren konnte, aber irgendwie haben wir es hinein geschafft, dann schnell auch diese Türe zu sperren, denn das Kind hing schon an der Türschnalle. Als Christoph merkte, dass er nicht mehr nach draußen gelangen und zeigen, wie er doch alleine über die Straße gehen konnte, rannte er wie ein Tornado auf den Weg in sein Zimmer, alles was nicht niet- und nagelfest war, flog durch die Luft. Und Sie können sich vorstellen, dass ich ziemlich planlos ob dieses sehr heftigen Gefühlsausbruchs war. Nachdem die Kinderzimmertür zu war und Christoph auf der anderen Seite mich auch nicht hineinlassen wollte, da ein jedes Öffnen einen hysterischen Aufschrei folgte, entschloss ich mich vor dem Zimmer zu warten. Ich wusste, was er in diesem Fall gar nicht mochte, war zu intensiver Körperkontakt. Das Wichtigste was Kinder aber auch in diesen Situationen brauchen, ist die Liebe, die wir für sie empfinden, nicht nur wenn sie „brav“ sind und tun, was von ihnen verlangt wird. Gerade wenn sie nicht dem entsprechen oder sie unsere wunden Punkte drücken, genau dann sollten sie unsere Zuneigung auch spüren. Also stand ich vor der Tür, hörte auf, auf meinen Sohn einzureden und schickte ihm meine Liebe aus tiefstem Herzen. Ich stellte mir vor, dass sie ihn wie eine Wolke einhüllte, sie sein Herz berührte und es mit meinem verband. Ganz fest dachte ich daran, dass wir beide vollständig dieses Gefühl der Liebe rund um uns und ihn uns hatten. Erstaunlicherweise weise passierte dann etwas, das selbst mich verwunderte, innerhalb weniger Minuten hatte sich mein kleiner Trotzkopf beruhigt, öffnete die Zimmertüre und umarmtem mich mit letzten Tränen im Gesicht. Ich sagte ihm, wie lieb ich ihn hätte, auch wenn er so tobte wie jetzt gerade. Und mit diesem Augenblick wurde die „Liebe-schick-Methode“ geboren, die ich immer dann anwende, wenn Worte zu nichts mehr führen oder ich gerade nicht weiß, was jetzt besser wäre.

Sie funktioniert auch gut in der Partnerschaft, wenn bei einer Auseinandersetzung ein Wort zum anderen führt und die Situation schon ziemlich verfahren scheint, bevor jemand türenknallend davon läuft. Ist wirklich spannend, dass der andere gar nicht mehr bei seinen Streitthema bleiben kann, ins Stocken gerät und eine Versöhnung kurz danach möglich ist.

Und genau diese Übung habe ich jener verzweifelten Mutter empfohlen, bei ihrem Trotzköpfchen das nächste Mal anzuwenden.

Probieren Sie es aus und schreiben mir Ihre Erfahrungen, die Sie mit der „Liebe-schicken-Methode“ gemacht haben, gerade um die Weihnachtszeit, wenn die Kinder merken, dass etwas in der Luft liegt, reagieren sie oft emotionaler, da kann Liebe wahre Wunder wirken!

 

Feedback und Fragen gerne an: office@lebenszeichen.biz oder 0664/38 652 38.

 

Zuletzt geändert am: Jan 12. 2017 um 10:38 PM

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